Mittwoch, 16. November 2022

Jeder Tag

 


 Jeder Tag birgt eine kleine Überraschung,
du musst sie nur finden.
Jeder Tag birgt eine kleine Freude,
du musst nur die Augen offen halten.
Jeder Tag bringt auch in der Dunkelheit Licht,
du musst nur eine Kerze anzünden.
Jeder Tag kann dir Liebe schenken,
du musst nur dein Herz öffnen.
Jeder Tag hält kleine Glücksmomente bereit,
du musst nur achtsam sein.
Jeder Tag bringt Hoffnung,
du musst nur an das Gute glauben.
Jeder Tag birgt kleine Wunder,
denn Wunder gibt es immer wieder.
Jeder Tag kann der schönste deines Leben werden,
du musst dich nur besinnen.
Jeder Tag ist eine neue Chance,
du musst sie nur nutzen.
Jeder Tag ist ein Geschenk,
du musst es nur dankbar annehmen
und ganz bewusst (er)leben !
 

©  Ursula Evelyn

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Bild: Pixabay

Donnerstag, 10. November 2022

Das Leben fühlen

 

 

Das Leben fühlen, so wie es ist,

ganz bei dir sein, so wie du bist.

Jeden Atemzug spüren, tief in dir drin.

Dein Innerstes berühren, das ist der Sinn.

Die Seele erfassen, hell wie sie strahlt,

sie baumeln lassen, bis das Glück dir naht.

 


 

Das Leben fühlen, mit all seiner Macht,

es wird dir Stärke geben und viel Kraft.

Die innere Ruhe finden, im Einklang mit dir

dann wird dir alles gelingen, im Jetzt und Hier.

Lass dein Herz dich leiten durch den Tag.

Bewahre die Ruhe, egal, was kommen mag.

 


© Ursula Evelyn

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Fotos: Pixabay 

Sonntag, 16. Oktober 2022

Die Nähe der Geliebten

 

 

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer

vom Meere strahlt;

Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer

in Quellen malt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege

der Staub sich hebt;

In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege

der Wandrer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen

die Welle steigt.

Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,

wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,

du bist mir nah!

Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.

O wärst du da!


Johann Wolfgang von Goethe
(1749-1832)

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Foto: Pixabay
 
 

Freitag, 7. Oktober 2022

Goldener Herbst

 

Welk sind die Blätter,

Kahl geworden die Bäume,

Geblieben ist die Erinnerung

An des Sommers Träume.

 

Kalt weht der Wind,

Über die Weite der Felder.

Bemalt mit goldener Farbe

Hat der Herbst die Wälder.

 

Früh naht der Abend

In des Tages mildes Licht,

Taucht ein in das Dunkel

Bis der neue Tag anbricht.

 

Die fernen Sterne funkeln

Und der Mond scheint hell

In tiefen Schlaf versunken

Entschwinde ich der Welt.

  
© Ursula Evelyn
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Bild: Pixabay

Freitag, 16. September 2022

Herbst Melancholie

 

Nebelschwaden sinken nieder
auf den Wald und auf den See,
längst verblüht ist der Sommerflieder,
bald schon folgen Eis und Schnee.

Golden leuchten nun die Blätter
in des Herbstes blassem Schein.
Herbstlaub in den schönsten Farben
verkünden, der Sommer ist vorbei.

Innige Sehnsucht, stilles Klagen,
mit dem Herbstwind durch die Bäume zieht.
Es wird kühler an diesen Tagen,
die Hitze des Sommers ist verglüht.

Melancholisch wird jetzt manche Stunde,
eine leise Wehmut macht sich breit.
Geheilt ist so manche Seelenwunde,
doch die Erinnerung, sie bleibt.

© Ursula Evelyn

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Foto: Pixabay

Heiter und gelassen sein


 
 
Diese Stille, diese Ruhe des Sees wirkt so entspannend auf den Geist
und die Seele. Nicht der Hauch einer Brise regt sich in der milden
Sommerluft. Nur die Ruhe ist zu spüren, nur die Natur zu fühlen und
der eigene Atem wahrzunehmen. Nichts bewegt sich an diesem Fleckchen
Erde. Selbst die Vögelchen scheinen verstummt zu sein. Kein Lärm,
nicht einmal aus der Ferne dringt Lärm bis zu diesem Fleckchen Natur
vor.
Welch ein Frieden!

Es wirkt beinahe unwirklich, dieses Fleckchen Natur, so außerirdisch,
so, als würde es nicht zu dieser Welt gehören. Es ist so still, so
regungs- und bewegungslos, so in Ruhe gelassen, weil es noch nicht
von Menschen überrumpelt und von ihnen zerstört wurde. Noch ist es
sich selbst überlassen, darf es sein, was es ist - ein unberührtes
Fleckchen Natur inmitten einer aus den Fugen geratenen Welt. Einer
Welt, die zu einem Tollhaus verkommen ist. Einer Welt, in der
Menschen die Natur, das Leben und den Lebensraum anderer Menschen
zerstören, ja sie sogar töten. Einer Welt, in der die Hoffnung auf
Frieden mit jedem Tag der vergeht, ein bisschen mehr schwindet.
Ach, könnten Menschen doch auch mal so ruhig und klar sein, wie
dieser See.
Könnten sie doch einfach mal still sein und schweigen, wie diese
Natur und sich fragen, ob das, was sie tun, auch mit ihrem Gewissen
vereinbar ist. Sie könnten sich selbst wahrnehmen, das Leben fühlen
und auf die Stimme ihres Herzens und ihrer Seele hören. Würden sie
nur eine Weile den Anblick dieser friedlichen Natur in sich aufsaugen,
sie würden ihren Kopf von allen trüben Gedanken befreien können und
ganz ruhig werden. Sie könnten sich wieder auf das Wesentliche
besinnen, sich von ihrer inneren Unruhe und ihrer Rastlosigkeit,
von allem, was ihre Gedanken vernebelt befreien und aus ihrem trüben
Gedankensumpf, in dem sie versunken sind, wieder auftauchen, bis sie
so still und klar werden, wie dieser ruhige See inmitten dieser
stillen, friedlichen Natur.

Nur wer sich Zeit nimmt, für heilsamen Erholungspausen, indem er mit
Körper, Geist und Seele in die friedliche Natur eintaucht, der wird
eine innige Freude empfinden, die zu einer heiteren Gelassenheit
führt und ihn mit tiefer Demut und Dankbarkeit erfüllen.

Menschen, die heiter und gelassen sind, können jeden Tag ein Fest
für die Sinne feiern - trotz aller Widrigkeiten in dieser Welt.
Und wenn die Menschheit lernte, öfter zu schweigen und sich wieder
auf Werte und das Wesentliche zu besinnen, wer weiß, vielleicht
würden dann eines guten Tages auch die Waffen schweigen.

Wenn bloß das Wörtchen "wenn" nicht wäre !

*

Es gibt eine Stille,
in der man meint,
man müsse die einzelnen Minuten hören,
wie sie in den Ozean
der Ewigkeit hinuntertropfe
Adalbert Stifter
 
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Text: © Ursula Evelyn
Bild: Pixabay