Mittwoch, 29. September 2021

Träume im Abendrot

 

 Der Abend rot am Himmel glüht,
die Nacht lädt ein zum Träumen,
die letzte Rose ist längst verblüht
Blätter fallen von den Bäumen.

Fern bist du, so fern von mir,
meine Gedanken wandern weit
über das Meer hinüber zu dir.
Wie schnell verging die Zeit.

Träume kommen, Träume gehen,
wie oft hab ich sie geträumt.
Sie sollten zu dir hinüberwehen
keine Nacht hab ich versäumt.

Es kam so unverhofft, das Ende,
von diesem wundervollen Traum.
Eine Rose leg ich in deine Hände.
Fernab von Zeit und Raum.


© Ursula Evelyn

~*~

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Sonntag, 26. September 2021

Sommerliebe

 

Sommerliebe, Sommerlust,

zartes Sehnen, der erste Kuss.

Lebensfreude, Sonnenlicht,

Spiel dein Lied mir,

hörst du mich?

Lass' es klingen laut

bis in den Himmel hinauf !

Ich will mit dir singen,

beherzt und vertraut,

von Herzen in Treue,

und von des Sommers Lust,

von Liebe ohne Reue.

Nie werd' ich ihn vergessen,

den ersten Kuss.

 

©  Ursula Evelyn

 

~*~

 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Foto: Pixabay

Donnerstag, 16. September 2021

Glück



Wo immer das Glück sich aufhält -
hoffe, ebenfalls dort zu sein.
Wo immer jemand freundlich lächelt,
hoffe, dass sein Lächeln Dir gilt.
Wo immer die Sonne aus den Wolken hervorbricht,
hoffe, dass sie besonders für Dich scheint.
Damit jeder Tag Deines Lebens
so hell wie nur möglich sei.

Irischer Segenswunsch
 
~*~

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Bild: Pixabay

Sonntag, 5. September 2021

Nie verzweifeln

  

 
Man muss nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht,
ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück;
es kommt alles noch herrlicher wieder.
Was abfallen muss, fällt ab; was zu uns gehört,
bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich,
die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir
nur scheinbar im Widerspruch stehen.
Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken,
an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte,
denen gegenüber es nichts
Vergangenes und Verlorenes gibt.

Rainer Maria Rilke
 
~*~
 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~