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Donnerstag, 28. Dezember 2023

Gib deinem Herzen ein Zeichen

 
 
Gib deinem Herzen ein Zeichen,
daß die Winde sich drehn.
Hoffnung ist ohne gleichen
wenn sie die Göttlichen sehn.

Richte dich auf und verharre
still in dem großen Bezug;
leise löst sich das Starre,
milde schwindet der Bug.

Risse entstehn im Verhängnis
das du lange bewohnt,
und in das dichte Gefängnis
flößt sich ein fühlender Mond.


Rainer Maria Rilke
1875 - 1926
 
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Bild erstellt mit KI by Seelenflügelgarten

Sonntag, 17. Dezember 2023

Das Leben fühlen

 
 
Das Leben fühlen, so wie es ist,
Ganz bei dir sein, so wie du bist.
Jeden Atemzug spüren, tief in dir drin.
Dein Innerstes berühren, das ist der Sinn.
Die Seele erfassen, hell wie sie strahlt,
Sie baumeln lassen, bis das Glück dir naht.

Das Leben fühlen, mit all seiner Macht,
Es wird dir Stärke geben und viel Kraft.
Die innere Ruhe finden, im Einklang mit dir
Dann wird dir alles gelingen, im Jetzt und Hier.
Lass dein Herz dich leiten durch den Tag.
Bewahre die Ruhe, egal, was kommen mag.

© Ursula Evelyn
 
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Bild mit KI erstellt von Seelenflügelgarten
 

Donnerstag, 7. Dezember 2023

Mittwoch, 22. November 2023

Du und ich

 

Wir wollten die Zeit anhalten,
Du und ich,
Wir wollten durchs Leben tanzen,
Du und ich,
Wir wollten zusammenbleiben
Du und ich
Bis ans Ende aller Zeiten.

Wir waren Eins für lange Zeit,
Du warst mein, ich war dein
Unsere Herzen waren vereint.
Deins und meins.
Bis ans Ende unsere Tage
Das war für uns keine Frage.
Heute und morgen.

Bis in alle Ewigkeit vereint,
So sollte es für uns beide sein,
Für dich und für mich.
Doch dann gings du fort
Fort, an einen anderen Ort.
Ließest mich alleine zurück,
Verflogen war unser Glück.

Ein Ende für uns beide
Für dich und für mich.
Ein Ende, unserer Liebe,
Nichts, was uns bliebe.
Dir und mir.
Du bist für immer gegangen,
Ich in Erinnerungen gefangen,
Von dir und mir, von uns.

 
© Ursula Evelyn
 
~*~
 
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 Bild mit KI erstellt

Freitag, 17. November 2023

Und wüßtens die Blumen

 
 

Und wüßtens die Blumen, die kleinen,
Wie tief verwundet mein Herz,
Sie würden mit mir weinen,
Zu heilen meinen Schmerz.

Und wüßtens die Nachtigallen,
Wie ich so traurig und krank,
Sie ließen fröhlich erschallen
Erquickenden Gesang.

Und wüßten sie mein Wehe,
Die goldnen Sternelein,
Sie kämen aus ihrer Höhe,
Und sprächen Trost mir ein.

Die alle könnens nicht wissen,
Nur Eine kennt meinen Schmerz;
Sie hat ja selbst zerrissen,
Zerrissen mir das Herz.

Heinrich Heine
1797 - 1856
 
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Bild Pixabay 

Samstag, 7. Oktober 2023

Zeit ist ein Geschenk

 
Warum will die Zeit nicht vergehen, wenn wir auf etwas warten müssen oder
etwas voller Ungeduld herbeisehnen ?



Sei es im Wartezimmer des Arztes darauf, dass wir endlich an der Reihe sind,
oder auf dem Bahnhof, dem Flughafen, der Haltestelle. Wir warten auf die
erlösende Nachricht, dass ein lieber Mensch eine Operation gut überstanden
hat oder gut mit dem Auto am Ziel angekommen ist.
Niemand wartet gerne und während wir warten, schauen wir ständig auf
die Uhr, doch Zeit scheint still zu stehen. Wie oft schauen wir auf die Uhr,
wenn wir einen Anruf erwarten, wenn wir Besuch erwarten. Viele warten
auf den Feierabend und werfen alle fünf Minuten einen Blick auf die Uhr.
Andere sehnen den Zeitpunkt einer Verabredung herbei, doch die Zeit will
einfach nicht vergehen.
Wir zählen die Minuten bis zu einem bestimmten, bevorstehenden Ereignis,
welches wir sehnsüchtig herbeisehnen. Wir sind entweder voll freudiger
Erwartung oder voller Ungeduld und schauen immer wieder auf den Zeiger der
Uhr, doch der scheint sich nicht von der Stelle zu bewegen.

Sind wir dagegen mit etwas beschäftigt, das uns Freude bereitet oder unsere
ganze Aufmerksamkeit erfordert, erleben wir gerade etwas besonders Schönes,
wünschen wir uns oft, dass die Zeit stehenbliebe.
Was tut die Zeit jetzt ?
Sie rast nur so dahin. Sie vergeht im wie im Flug !
Woran liegt das bloß ?

Niemand hat Zeit, weil man Zeit nicht besitzen kann.
Zeit ist ein Geschenk mit Verfallsdatum.
Deshalb sollten wir uns über dieses Geschenk freuen,
dankbar sein und es sinnvoll nutzen.

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Bild: Pixabay
Text: © Ursula Evelyn



Freitag, 29. September 2023

Der Weg durch den Dschungel

Manchmal erscheint das Leben wie ein Dschungel..
 
 
Auf dem Weg durch das Dicklicht verliert man sogar hin und wieder
die Orientierung. Man kann sich verirren und vom Weg abkommen.
Im Dschungel gibt es keine Wegweiser.
Man muss sich auf sein Gespür, auf sein Gefühl, auf seine Sinne
und seinen Instinkt verlassen, um zu überleben.
Oft fühlt man sich verloren, alleine und einsam und weiß nicht,
in welche Richtung man gehen soll.
   
 
Manchmal ist es unheimlich, je nachdem, welche Richtung man einschlägt.
Alles ist neu und fremd. Doch es gibt auch viel Schönes zu entdecken,
das man bestaunen und bewundern kann. Noch weiß man nicht, wohin der
Weg führt. Oft ist er holprig und steinig. Es ist anstrengend und man kommt
nicht voran. Man scheint sich auf der Stelle zu bewegen. Dann wieder verweilt
man eine Zeitlang an einem Ort, um sich von der bisherigen Reise auszuruhen.
Man braucht ein wenig Entspannung und Erholung.

 
Doch man muss weiter, weiter auf dem Weg, wenn man vorwärtskommen will.
Manchmal ist man von Dunkelheit umgeben, weil der Weg durch einen Tunnel
führt, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Dann darf man nicht in
Ängstlichkeit verfallen und dort verharren, sondern sich auf seinen Instinkt
verlassen und darauf vertrauen, dass der Weg wieder aus der Dunkelheit heraus
ins Licht führt. Zweifel kommen auf, ob der eingeschlagene Weg, der richtige ist.
Noch nie zuvor scheint jemand diesen Weg gegangen zu sein.
 
Und plötzlich weiß ich, es ist mein Weg, der Weg, den ich alleine gehen muss,
den niemand für mich gehen kann. Es ist meine Spur, die ich auf diesem Weg
hinterlassen werde. Wenn ich nur besser erkennen könnte oder eine Ahnung hätte,
wohin mich dieser Weg führt. Ich muss durchhalten, auch in der Dunkelheit.
Das erfordert Mut, Willensstärke und Kraft.
Ich darf nicht aufgeben, muss weitergehen, bis das Licht am Ende
des Tunnels auftaucht. Und dann sehe ich es, das berühmte Licht am Ende
des Tunnels, welches mir den weiteren Weg weisen wird.

 
Je weiter der Weg ist und je näher ich dem Licht komme,
desto deutlicher erkenne ich in welch
wunderbares Paradies mich mein Weg geführt hat.
Ich habe alle Höhen und Tiefen überwunden. Alle Hindernisse, aus dem Weg
geräumt sowie alle Unwetter mit heftigen Stürmen, zuckenden Blitzen und
grollendem Donner auf meinem Weg gut überstanden. So bin ich letztendlich
da angekommen, wo ich hingehöre.
 

In meinem ganz persönlichen Garten Eden.

Manche nennen diesen Garten auch den Seelenflügelgarten.

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Bilder: Pixabay
Text: © Ursula Evelyn

Sonntag, 10. September 2023

Heiterkeit der Seele

 Denn das schenkt uns die Heiterkeit der Seele, nicht nur die,
die aus dem rechten Handeln erwächst, sondern gerade auch die,
die man der Beschränkung auf wenige wesentliche Aufgaben
verdankt.
 
 
Wenn man nämlich das meiste von dem, was wir sagen und tun,
als unnötig unterlässt, wird man mehr Muße und weniger Unruhe
haben.
Daher sollte man sich beim jedem gegebenen Anlass der Frage
erinnern:
Gehört das wirklich zu den unerlässlichen Handlungen?
Aber man soll nicht nur die Handlungen, die nicht unbedingt nötig
sind, unterlassen, sondern selbst Vorstellungen unterdrücken,
soweit sie nicht in einem höheren Sinne notwendig sind.
Denn dann folgen auch keine Handlungen nach, auf die man
gut verzichten könnte.

Marc Aurel
 
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Foto: Pixabay
 

Donnerstag, 31. August 2023

Der Menschen Wort

 

 
Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.

Rainer Maria Rilke
(1875-1926)

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Bild: Pixabay

Samstag, 29. Juli 2023

Ein Augenblick im Leben


 
Ein Augenblick geht wie ein Wimpernschlag vorüber
und kommt nie wieder.
Er ist kostbarer, als alles Gold der Welt.
 Das Leben jeden Tag, jeden Augenblick genießen!
Alles ist vergänglich, die Zeit bleibt nicht stehen.
Stunde um Stunde, Minute um Minute vergehen.
Der Sekundenzeiger lässt sich nicht anhalten.
Unaufhörlich zieht er seine Bahn auf dem Zifferblatt
der Uhr und doch bietet jeder Augenblick,
jede Sekunde,
die Möglichkeit, glücklich und zufrieden zu sein,
oder sogar einen Neuanfang zu wagen.
Man kann in jedem Augenblick
das alte Leben loslassen und ein neues Leben anfangen.
Jedenfalls kann man eine solche Entscheidung
von einem Augenblick zum anderen treffen.
Das kann man wirklich!
Und man glaubt ja gar nicht, wie viele kostbare Augenblicke
ein solcher Neuanfang in sich birgt.
Wie viele Augenblicke voller Überraschungen,
voller neuer Erfahrungen
und Erkenntnisse das Leben
nach einem Neuanfang bereithält.
 
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Foto: Pixabay

Dienstag, 4. Juli 2023

Ein Schloss in lächelnden Wolken

 

 
Ein Schloss in lächelnden Wolken hast du mir gebaut,
Nun wandle ich träumend durch jeden Raum.
In Träumen von Sehnsucht bin ich dort gefangen,
Nicht länger um deine Liebe bangend.
Zwischen dem Mond und einer Sternenschar
Werden meine Sehnsuchtsträume wahr.

Der lächelnde Mond wird unsere Liebe bescheinen
Mich mit dir in ewigen Träumen vereinend.
Im Wolkenschloss bleibt die Zeit für immer stehn,
Keine der lächelnden Wolken wird sie je verwehn.
Wie ein Wirbelsturm kamst du in mein Leben gerauscht
Hast mich mit deiner Liebe beglückt und berauscht.

 

 
Du hast mich zu deiner Prinzessin gemacht,
Mich mit magischen Worten der Liebe bedacht.
Wie ein Wirbelsturm bist du wieder verschwunden,
Hast mein Herz und meine Seele geschunden.
So sind zahlreiche Jahre vorübergegangen,
In unserer Einsamkeit waren wir beide gefangen.

Hoch in den Wolken haben wir uns wiedergefunden,
Immer noch eng in Liebe und Sehnsucht verbunden.
Wir sind fern und uns doch nah auf ewige Zeiten
In den unendlichen, ewigen, himmlischen Weiten.
Hinauf zum Wolkenschloss werde ich eilen,
Um dort bis in alle Ewigkeit mit dir zu verweilen.

 
 
In einem Luftschloss der Träume inmitten lächelnder Wolken
im Auge des Wirbelsturms.
 
© Ursula Evelyn

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Bilder: Pixabay