Freitag, 14. Januar 2022

Wie ein neues Buch

 

Ein neues Buch, ein neues Jahr
Was werden die Tage bringen?
Wird's werden, wie's immer war
Halb scheitern, halb gelingen?


Theodor Fontane
(1819 - 1898) 

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Bild: Pixabay

Samstag, 1. Januar 2022

Frieden im Herzen

 

 Frieden wird in die Herzen der Menschen kommen,
wenn sie ihre Einheit mit dem Universum erkennen.

Indianische Weisheit

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Montag, 27. Dezember 2021

Was wäre wenn

 Was wäre, wenn sich alle meine Wünsche erfüllten, wenn ich mir alles,
was ich gerne haben möchte, auch tatsächlich leisten könnte ?
Wenn ich jederzeit das tun und lassen könnte, wozu ich gerade Lust habe ?
Wenn ich alles wüsste, alles könnte, keine Fehler mehr machen würde
und nicht mehr herausgefordert würde ?



Es wäre eine schreckliche Vorstellung !
Sich jeden Wunsch erfüllen zu können heißt nicht zwangsläufig
auch zufriedener und glücklicher zu sein.

Denn worüber und worauf sollte ich mich dann noch freuen ?
Wäre ich nicht irgendwann übersättigt und gelangweilt ?
Was sollte ich noch lernen, wenn ich schon alles wüsste ?
Wie sollte ich innerlich noch wachsen, wenn ich keine Sorgen
oder Probleme mehr hätte ?
Wie sollte ich meinen Charakter stärken,
wenn es keine Herausforderungen mehr zu bewältigen gäbe?
Wie sollte ich noch Fortschritte machen, wenn ich schon alles könnte ?

Es ist so einfach für alles Gute, Positive und Schöne dankbar zu sein,
aber erst durch all das Negative, die Probleme und Sorgen, die Schicksalsschläge
und Rückschläge, meine Fehler sowie durch Trauer und Leid ist mein Leben
so reich und lebenswert geworden.
Denn gerade aus den "negativen" Zeiten in meinem Leben
habe ich so viel Wertvolles gelernt.
Viel an Kraft und Stärke gewonnen,
sodass ich heute für die "negativen" Zeiten genauso dankbar bin,
wie für die positiven Zeiten.
Die Lebens-Kunst besteht darin,
das Negative ins Positive umzuwandeln,
denn auf diese Weise hat alles Negative auch etwas Positives.

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Bild: Pixabay

Dienstag, 21. Dezember 2021

Weihnachten

 

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

(Joseph von Eichendorff)

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Bild: Pixaybay


Donnerstag, 16. Dezember 2021

Weihnachtslied

 

Vom Himmel bis in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
Und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken,
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstiller Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich nieder,
Anbetend, staunend muß ich stehn,
Es sinkt auf meine Augenlider,
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

(Theodor Storm)

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 Bild: Pixabay

Mittwoch, 10. November 2021

Seligkeit und Frieden

 

In meinem Herzen Seligkeit und Frieden.

Um mich herum die köstliche Abendstille und

die vom Heu durchschwängerte Luft.

Über mir der klare Sternenhimmel.

Da zieh so süße Seelenruhe ins Gemüt

und nimmt Besitz von jeder Faser

des ganzen Seins und Wesens.

 

 Paula Modersohne-Becker

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Sonntag, 31. Oktober 2021

Leuchtende Herbsttage

Welch' wunderbare Farben er uns schenkt, dieser Herbst !
Wie sie im Sonnenschein leuchten !
Wie blau und wolkenlos der Himmel in den letzten Tagen war !
Jetzt zu Beginn des Herbstes und des schleichenden Beginns
des eigenen Lebensherbstes werden auch die Tage immer stiller.
Das Empfinden von Freude dagegen wird immer tiefer.
Und Grund zur Freude bietet der farbenprächtige Herbst
auch in diesem Jahr wieder in Hülle und Fülle.
 

 
  So, wie ich die Natur und den Wechsel der Jahreszeiten beobachte und genieße,
das Werden und das Vergehen, so sehr genieße ich jeden neuen Tag.
Ich genieße den frühen Morgen, den Moment, wenn ich aufwache.
Diesen Moment, der noch so still ist - so unschuldig.
Der Moment am Morgen, der so voller Hoffnung beginnt, voller guter Gedanken.
Dieser neue Tag, den ich so voller Freude beginne und von dem ich hoffe, dass er
nur Gutes bringen möge. Ich genieße die Zeit nach dem Aufstehen, das Frühstück
in aller Ruhe,  den duftenden Kaffee, das frische Brötchen mit der selbstgemachten
Aprikosen-marmelade.

Danach der Gang durch den herbstlichen Garten. Mit den Knuddels an meiner Seite.
Die Ruhe, das Geräusch des Windes. Hier und da ein Vögelchen. Ein Eichhörnchen.
Ein Rascheln im Laub. Die Sonne, die angenehm frische Morgenluft, die ich tief
einatme. Ich mag es, das Gesicht eine Weile in die Strahlen der Sonne zu halten.
Die Augen zu schließen - an nichts zu denken - nur zu fühlen und zu spüren.
Lieber Gott, bin ich froh, nicht in einer Stadt leben zu müssen !
 
Ich spüre das Gefühl der Dankbarkeit in mir, diesen Glücksmoment, der mich beseelt.
Diesen wunderbaren Augenblick ganz bei mir zu sein. Wie schnell so ein Augenblick
vergeht ! Dieses tiefe, stille Gefühl zu leben. Das Leben mit allen Sinnen zu spüren.
Da zu sein, inmitten dieser herbstlichen Natur. Solche Augenblicke, solche Momente
des Glücks, das Gefühl von Zufriedenheit, von Gelassenheit, Heiterkeit, der stillen
Freude und des fröhlichen Lachens waren in den letzten Wochen eher selten
geworden. Die Sorgen um dieses Land, meine Heimat, hatte überwogen und das hat
mich ziemlich betrübt.
Jetzt bin ich wieder da - im Hier und Jetzt - bei mir - in meinem Leben.
Dafür bin ich dankbar.
 
Und so, wie ich mich auf den Tag freue, so freue ich mich auch auf den Abend
und die Nacht. Die Zeit der abendlichen Ruhe, des Entspannens, des Ausruhens.
Die gemütlichen Stunden der Muße. Das gemächliche Ausklingen und Revue
passieren lassen des gelebten Tages mit seinen Stunden.
Und schon gehört dieser Tag der Vergangenheit an und ist Erinnerung geworden.
 
Dann die Freude auf das Zubettgehen, auf den Moment, wenn ich mich unter
die Bettdecke kuscheln kann, auf das Dahindämmern in der Dunkelheit.
Das Hinübergleiten vom Wachzustand in eine bleierne Müdigkeit - hinein in das
Land meiner Träume.
 
Danke für jeden dieser Tage.
Für diese wunderbar hellen, strahlenden Herbstsonnenscheintage
und die wiederkehrende stille, tiefe Freude am Dasein mitten im Leben.
Die Seelenqualen der letzten Wochen ob der schlechten Nachrichten
sind endgültig verarbeitet, überstanden und vorbei !!!
Sollen sich diejenigen den Kopf zermartern, die das ganze Geschehen verursacht
und somit zu verantworten haben oder zuständig sind.
Ich habe meine Lebensfreude wieder zurückgewonnen
und die lasse ich mir auch nicht mehr nehmen.


Das Leben ist schön !
 
Alles, was Natur an Gutem schenken kann,
schenkt sie uns in Fülle.
Und dazu die Begabung,
all das zu genießen.
(Wabanaki)

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Bilder: Pixabay